Klimaschutzsiedlung Pauluscarree – Nachhaltige Quartiersentwicklung

Im Bild v.l.n.r.: Michael Pappert, Reiner Priggen, Thorsten Schmolke, Wibke Brems, Gudrun Hennke und Matthi Bolte

Das Gelingen der Energiewende stellt eine der zentralen Herausforderungen für Nordrhein-Westfalen dar. Dieser Wandel wird weitreichende Auswirkungen haben auf die Art, wie wir Häuser bauen, Energie erzeugen und Mobilität nutzen. Umso mehr kommt es darauf an, jetzt zu agieren und die Wende aktiv zu gestalten. „Wir wollen NRW zum Gewinner der Energiewende machen und können uns keinen Bremser aus Berlin erlauben“, erklärt Reiner Priggen, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen im Landtag NRW.

Am Freitag, den 13.04.2012 besuchte er zusammen mit den Landtagskandidaten aus Bielefeld und Gütersloh – Wibke Brems, Matthi Bolte, Gudrun Hennke und Thorsten Schmolke -, sowie Mitgliedern der grünen Ratsfraktion, im Rahmen seiner „Energie-Tour“ die Klimaschutzsiedlung „Pauluscarree“.

Als fachkundiger Gesprächspartner stand Michael Pappert vom zuständigen Architektenbüro Pappert & Weichynik (Bielefeld) zur Verfügung, um die Baufortschritte seit 2011, dort angewendete Strategien zur Verringerung/Vermeidung von CO2-Emmissionen sowie städtebauliche und soziale Qualitäten des Carrees zu erläutern.

Die BesucherInnen waren beeindruckt von den Baufortschritten, die auf der 13 000 m2 großen, ehemaligen Brachfläche, erkennbar sind. Neben Studentenwohnheimen und Mietwohnungen entstehen dort Eigenheime in Form von Stadthäusern und Maisonettewohnungen – großer Wert wird hierbei auf Barrierefreiheit und Energieeffizienz gelegt. Letztere wird u.a. gewährleistet durch eine Ausrichtung der Gebäude nach Süden, ihre kubische Bauweise und den Einsatz von Photovoltaikanlagen als auch Abluftwärmepumpen mit solarer Brauchwassererwärmung, wodurch sowohl Heizwärme als auch Warmwasser erzeugt werden. Die Gebäude werden im 3-Liter-Standard realisiert, was einem jährlichen Energiebedarf von etwa 30 kWh/m² Wohnfläche entspricht.

Die Klimaschutzsiedlung betritt in ihrer Art bauliches Neuland. Reiner Priggen bescheinigt ihr „einen bundesweiten Vorbildcharakter, der gute Chancen bietet den Einsatz von fossilen Brennstoffen erheblich zu reduzieren“.

Matthi Bolte zeigte sich ebenso beeindruckt: „Bielefeld hat hier einen weiteren Schwerpunkt gesetzt, an dem unsere Stadt Modellcharakter haben wird. Mich überzeugt besonders, dass von vornherein auf eine große Vielfalt in diesem Quartier gesetzt wird.“

Die Besucher sind sich einig: Aus energetischer Sicht wertvolle Quartiere wie dieses bilden einen wichtigen Eckpfeiler der Stadtentwicklung der Zukunft.

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