Grußwort: 60 Jahre THW Bielefeld

Heute hat der Ortsverband Bielefeld des Technischen Hilfswerks sein 60-jähriges Bestehen gefeiert. Hier mein Grußwort:

 

Sehr geehrter Herr Dr. Schliwienski,

Sehr geehrter Herr Piel,

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte mich sehr herzlich für Ihre Einladung zur Jubiläums-Feier bedanken – auch im Namen meiner Kolleginnen und Kollegen der Grünen Landtagsfraktion und der Bielefelder Grünen.

Seit 60 Jahren wird hier in Bielefeld nun bereits durch das THW eine sehr wichtige ehrenamtliche Arbeit geleistet. Eine Arbeit, die wir sehr schätzen, und mit der ich mich in den letzten Jahren auch oft und gerne beschäftigen durfte. Das THW bildet einen entscheidenden Pfeiler in der Gefahrenabwehr, in Bielefeld, in der Region und auch im ganzen Land. Alleine hier in Bielefeld engagieren sich 190 Helferinnen und Helfer ehrenamtlich in zahlreichen Einsätzen und unterstützen dabei nicht zuletzt die örtliche Polizei und die Feuerwehr. 

Einen direkten Eindruck konnte ich mir bei einem Besuch im vergangenen Jahr hier am Standort in der Friedrich- Hagemann- Straße verschaffen. Ich habe diesen Dienstagabend in guter, in interessanter Erinnerung.

 Dass das THW ein „Player“ in unserer Stadt ist, dass Sie vielfach die verdiente Anerkennung genießen, das weiß ich aber nicht nur aus eigener Anschauung, sondern auch und vor allem aus vielen Gesprächen, die ich mit Bürgerinnen und Bürgern führen und Erfahrungen, die ich hier in Bielefeld machen durfte. Auch bei vielen Ereignissen, die in der Stadtgesellschaft großen Widerhall fanden, waren Sie im Einsatz, ich denke da nur an die Explosion von Pyrotechnik in einem Haus an der Engerschen Straße, die in der Stadt viel und breit diskutiert wurde. Das THW war vor Ort und hat Unterstützung geleistet.

 Schließlich ist es auch so: Wer vor Ort aktiv ist, ist meist auch in der Welt aktiv. Ich finde es beeindruckend und überaus anerkennenswert, wenn Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt in die Ecken der Erde ausziehen, wo es Hilfe zu leisten gilt, insbesondere natürlich in Katastrophenfällen.

 Die wichtige Funktion und die Erfolge des THW in NRW zeigen, dass der Mix aus professionellem und ehrenamtlichen Engagement in der Gefahrenabwehr genau der richtige ist. Das ehrenamtliche Engagement lässt sich durch die Politik weder verordnen noch gezielt steuern. Aber es kann und sollte durch den Staat gefördert und unterstützt werden. Ich freue mich ganz besonders, dass sich ROT-GRÜN in den zurückliegenden Koalitionsverhandlungen in NRW genau darauf geeinigt hat. So wollen wir die bestehenden und sehr erfolgreichen Instrumente wie den „Engagementnachweis NRW“, die Unfall- und Haftpflichtversicherung für Ehrenamtliche in NRW, das Informationsportal „engagiert-in-nrw“ und die Ehrenamtskarte NRW fortführen.

 Neue Akzente zur Stärkung des Engagements von jungen Menschen setzen, das ist ebenfalls ein Punkt, den wir uns vorgenommen haben. Da steht auch das Technische Hilfswerk durch das Ende der Wehrpflicht vor Herausforderungen. Ich will Ihnen dabei gerne meine Unterstützung zusagen, wenn ich helfen kann. Denn gerade in diesen Tagen sollte man immer daran denken, dass demokratische Jugendarbeit notwendig ist, und genau die gibt es hier beim THW, wofür ich sehr dankbar bin.

Bedanken möchte ich mich für Ihr Engagement in den letzten Jahrzehnten, aber auch für die gute und konstruktive Zusammenarbeit mit anderen Institutionen und den stets konstruktiven Dialog mit der Politik. Ich freue mich bereits, diesen Dialog in den nächsten – mindestens –  60 Jahren mit Ihnen fortführen zu können!

 Heute wünsche ich Ihnen und uns allen eine schöne Feier und einen interessanten Tag der offenen Tür.

Herzlichen Dank! 

 

Artikelbild: Ulrike Karow / pixelio.de

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