Bielefelder GRÜNE unterstützen Freibad Gadderbaum und Bunker Ulmenwall

Auf der gestrigen Mitgliederversammlung der Bielefelder GRÜNEN wurden Anträge zum Freibad Gadderbaum und zum Bunker Ulmenwall beschlossen. Wir GRÜNE sprechen beiden Projekten unsere Unterstützung aus. Auch wenn wir wissen, dass es wird schwierig wird, auch wenn wir nicht wissen, ob es klappt: Wir stehen hinter dem Gadderbaumer und hinter dem Bunker!

Hier die Beschlüsse:

Antrag zum Bunker Ulmenwall

 Ab 2014 sollen den Partnern der Leistungsverträge die Tariferhöhungen und die Erhöhung der Sachkosten ganz oder teilweise finanziert werden. Angesichts der Misere der städtischen Finanzen bedeutet aber auch, dass leider nicht alle Leistungen für die Bürgerinnen und Bürger weiterhin erbracht werden können. Die Verwaltung hat Vorschläge gemacht, auf Leistungen zukünftig verzichtet werden müßte und dabei auch den Bunker Ulmenwall genannt. Dies hat in der Öffentlichkeit zu Protesten geführt. Bündnis90/Die Grünen KV Bielefeld nimmt dazu wie folgt Stellung:

 Der Bunker Ulmenwall macht ein Kulturangebot, das in der Bielefelder Landschaft unverzichtbar ist. Das gilt für die Konzerte ebenso wie für das Engagement im Bereich der kulturellen Bildung und der Förderung verschiedenster Aktivitäten im Bereich der Jugendkultur. Bereits mit der Einstellung der Arbeit des Kulturkombinats Kamp im JZ Niedermühlenkamp ist eine wichtige Einrichtung der Jugendkultur verloren gegangen. Die jugendkulturelle Infrastruktur darf nicht noch weiter beschädigt werden!

 Wir wissen, dass der Bunker seine Arbeit ohne öffentliche Hilfen nicht erfolgreich fortsetzen kann. Es mag sein, dass die Stadt das bisherige Niveau der Unterstützung nicht aufrechterhalten kann. Wir werden uns mit aller Kraft dafür einsetzen, dass der Bunker bleibt und weiterhin vernünftig arbeiten kann und alle darauf gerichteten Aktivitäten unterstützen.

Und hier der Antrag zum Freibad Gadderbaum:

Bielefelder GRÜNE fordern: Kein Sofortabriss des Freibades Gadderbaum! Eine faire Prüfung aller Rettungsoptionen in einem transparenten Verfahren

Die Mitgliederversammlung der Bielefelder GRÜNEN appelliert an die Ratsfraktion, sich bei der anstehenden Befassung des Rates und seiner Gremien  dafür einzusetzen, das Gadderbaumer Freibad in diesem Jahr nicht abzureißen und somit den vielfältigen Rettungsversuchen für das Bad noch eine Chance zu geben.

Es braucht Zeit, mehr als die drei Monate, die im BBF-Aufsichtsrat beschlossen wurden, um die auf dem Tisch liegenden Alternativen zur Sanierung zu prüfen. Ebenso müssen alle ins Gespräch gebrachten Alternativen zu einer städtischen Finanzierung überprüft werden, was bis heute nicht geschehen ist. Wir sind uns darüber im Klaren, dass es angesichts der Haushaltslage keinesfalls um die  städtische Finanzierung einer Komplettsanierung gehen kann. Das Aus für das Bad kann nur abgewendet werden, wenn alternative Finanzquellen erschlossen werden können. Das ist im aktuell vorgesehenen Zeitplan nicht zu schaffen.

Das Freibad Gadderbaum hat in der Bielefelder Bevölkerung eine breite Unterstützung. Das zeigen nicht zuletzt die mehr als 8000 Unterschriften, die bis heute für das Bad abgegeben wurden, sondern auch das  das langjährige Engagement des Fördervereins „Freibad Gadderbaum e.V.“

Angesichts des auf breitester Basis getragenen Ratsbeschlusses aus dem Jahr 2010, der den Erhalt der Freibäder in Gadderbaum und Schröttinghausen mit dem Ziel der Sanierung bekräftigte, ist die Stadt mit in der Pflicht, nach einer Lösung zu suchen.

Die Verantwortung, in 3 Monaten alternative Finanzierungen/Ko-Finanzierungen zu finden, darf nicht allein dem Förderverein obliegen. Wir erwarten, dass sich alle politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger unserer Stadt konstruktiv an diesem Prozess beteiligen

Der vor uns liegende Diskussionsprozess erfordert ein Maximum an Transparenz. Alle Daten, Fakten und Vorlagen müssen auf den Tisch und einer breiten Öffentlichkeitzugänglich gemacht werden. Die politische Debatte muss ebenso wie die Fachdiskussion öffentlich geführt werden.

Am Ende dieser Diskussion muss die Politik im Stadtrat als demokratisch legitimiertem und öffentlichem Gremium die endgültige Entscheidung treffen.

Die Bielefelder GRÜNEN stellen fest: Allein der inklusive Ansatz des Bads, der nicht ohne weiteres auf umliegende Bäder übertragen werden kann, ist ein zentrales Argument für das Gadderbaumer Freibad! Das Bad nimmt darüber hinaus auch eine wichtige soziale und kulturelle Funktion für den Stadtteil ein. Das beeindruckende Engagement im Stadtteil ist für uns zudem Ansporn, trotz der dramatisch schlechten Haushaltslage nach einer Alternative zum Abriss zu suchen.

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