Zu Besuch in der Verbraucherzentrale Minden

milk vz 9cf8f00011Vorgestellt wurde das Angebot der Verbraucherzentrale von der Leiterin Ursula Thielemann. Bemerkenswert ist die kreisweite Zuständigkeit der Beratungsstelle und die große Themenpalette: Von Fragen rund um Gewährleistungsrechte im Kaufrecht, um Internet- und Telekommunikationsdienstleistungen, um Urheberrechtsverletzungen bis hin zu Rechtsfragen zu Rundfunkgebühren und Rechtsfragen im Gesundheitswesen und zu Versicherungsschadensfällen.

Als Sprecher für Netzpolitik und Datenschutz in der Grünen Landtagsfraktion interessierte sich Matthi Bolte besonders für Themen rund um Telekommunikation.

Die Verbraucherzentrale bemängelt, dass die gesetzliche Regelung, dass beim Wechsel des Telefonanbieters die Versorgung maximal 1 Tag unterbrochenen sein darf, in der Praxis nicht eingehalten wird. Aus Sicht der Verbraucherzentrale muss hier über Veränderungen nachgedacht werden, denn auch in der Beratungsstelle Minden werden regelmäßig verzweifelte Verbraucher vorstellig, die über Monate ohne Telefon- und Internetzugang sind.

Ein weiteres Ärgernis für Verbraucher sind unzulässige Sperren der Festnetz- und Mobilfunkanbieter wegen einer unberechtigten Forderung eines Drittanbieter. Hier forderten die Diskussionsteilnehmer, dass es mehr Aufklärung und klarere Regelungen geben muss.

Cornelia Franke-Röthemeyer berichtete über die Abfall- und Umweltberatung im Auftrage des Kreises Minden-Lübbecke. Neben der Infoschau „Elektroschrott ist Gold wert“ mit dem Schwerpunkt „Daten sicher löschen – Altgeräte recyceln“ wurden die Aktivitäten zur Bewerbung der Schadstoffsammlung des Kreises Minden-Lübbecke vorgestellt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Bildungsarbeit. Hier wurde exemplarisch der neue Bildungsworkshop „Werkstatt R“ vorgestellt. Besonderes Interesse fand auch das neue Infopaket zum Thema Lebensmittelverschwendung.

Eine Besonderheit in der Region Minden-Lübbecke ist der breit aufgestellte Service rund um das Thema Energie. Energieberaterin Britta Friedrichsmeier berät dabei Hauseigentümer direkt vor Ort und stellt einen individuellen Sanierungsfahrplan aus. Dazu gehören Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz, baulicher Wärmeschutz und der Einsatz erneuerbarer Energien. Informationen zu Förderprogrammen runden das Angebot ab.

Diskussionsstoff gab es beim aktuellen Thema „Smart Meter“. Verbraucherschutzexperte RA Holger Schneidewindt war von der Verbraucherzentrale Düsseldorf angereist, um die grünen BesucherInnen über die politische Diskussion von Bund und EU zum flächendeckenden Einsatz intelligenter Stromzähler zu informieren. Diese mögliche neue Form des Messens des Stromverbrauchs und der Energiesteuerung wurde kritisch beleuchtet.

Matthi Bolte lobte die engagierte Arbeit der Beraterinnen und betonte die Wichtigkeit der unabhängigen Beratung der Verbraucherzentrale im Kreis Minden-Lübbecke.

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