Pressemitteilung: Die A2 muss sicherer werden, nicht breiter!

Zum geplanten Tempolimit auf der A2 erklärt Matthi Bolte MdL für die Verkehrskonferenz der GRÜNEN OWL:

„Die GRÜNE OWL Verkehrskonferenz lehnt einen weiteren Ausbau der Autobahn 2 in Ostwestfalen ab. Die derzeitige Verkehrssituation erfordert stattdessen Maßnahmen zur Steigerung der Verkehrssicherheit, insbesondere mit Blick auf den LKW-Verkehr. Die jetzt eingeführten Tempolimits sind ein erster sinnvoller Schritt, um dieses Ziel zu erreichen.

Dieser erste Schritt muss zügig durch intelligente Konzepte zur Steigerung der Verkehrssicherheit ergänzt werden. Hierfür sollte insbesondere auf Verkehrsbeeinflussungsanlagen gesetzt werden, die ein schnelles Management der Verkehrssituation ermöglichen.

Den regelmäßigen Forderungen nach einem weiteren Ausbau der A2 erteilen die GRÜNEN eine klare Absage.

Matthi Bolte: „Das Verkehrsaufkommen stagniert und auch die Prognosen lassen keinen nachhaltigen Anstieg der Verkehrsbelastung insgesamt erwarten. Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur sollten also vielmehr die Sicherheit auf den Straßen in den Blick nehmen. Hiervon profitiert unsere Region viel stärker als von noch mehr Beton.“

Information:

Die A2 ist die meistbefahrene Verkehrsachse in OWL. Jeden Tag sind dort gut über 90.000 Fahrzeuge unterwegs. Der Anteil des Schwerlastverkehrs beträgt etwa 20% und steigt nach einem zeitweiligen Rückgang seit fünf Jahren wieder an. Der Schwerlastverkehr bringt eine besondere Belastung für die Verkehrssicherheit mit sich. An fast jedem schweren Unfall auf den OWL-Autobahnen war im Jahr 2013 ein LKW verwickelt. Bei besonders schweren Unfällen mit Toten und Schwerverletzten in Relation zur Länge des Streckennetzes steht OWL besonders schlecht da. Zwischen 2008 und 2013 starben insgesamt 32 Menschen auf den Autobahnen in Ostwestfalen.

Die GRÜNE OWL-Verkehrskonferenz ist eine regionale Arbeitsgruppe des GRÜNEN Bezirksverbandes. Sie beschäftigt sich mit spezifischen Verkehrsproblemen in OWL, möchte aber auch neue Akzente für die Verkehrspolitischen Diskussionen setzen. Darüber hinaus stellt sich den fachlichen Bezug zwischen Verkehrspolitik und Klimawandel und Flächenverbrauch her.

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