Warum WhatsApp jetzt Nachrichten verschlüsselt und was wir davon halten sollten

sharepic-whatsappWhatsApp ist ein beliebter Dienst: Eine Milliarde Menschen weltweit nutzen es. Seit April bietet WhatsApp eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für die verschickten Nachrichten, Gruppenchats etc. an. Das klingt zunächst mal gut, denn mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung wird gewährleistet, dass nur die vorgesehenen Empfänger*innen der Nachricht diese auch öffnen können.

Nichtsdestotrotz ist die Welt immer noch nicht super. Bei heise ist die Kritik ausführlich dokumentiert. Zum Beispiel: Weiterhin wird die Telefonnummer offen angezeigt und WhatsApp fordert Zugriff auf das vollständige Adressbuch – auch wenn WhatsApp beteuert, nur die Telefonnummern zu verwenden und keine weiteren Informationen. Außerdem: über die Web-Funktion ist es in Verbindung mit einem kurzen Zugriff auf das (nicht weiter gesicherte) Smartphone relativ leicht möglich, extern auf die Chats zuzugreifen. Natürlich macht es immer Sinn, das Smartphone mit einem Sperrcode zu versehen und auch regelmäßig über die WhatsApp-Einstellungen zu überprüfen, auf welchen Geräten Euer WhatsApp Account angemeldet ist.

Welche Alternativen gibt es?  

So erfreulich die Verschlüsselung bei WhatsApp ist, so groß bleiben also die generellen Bedenken dem Dienst gegenüber. Deshalb lohnt sich ein Blick auf die Alternativen. Lange Zeit habe auch ich Threema als beste Alternative empfohlen. Aber Threema ist nicht quelloffen, d.h. man kann die Aussagen zu ebendieser Verschlüsselung nicht nachprüfen.

Ich selbst verwende derzeit vor allem Telegram, weil dieser Dienst in der Abwägung der technischen Vor- und Nachteile sowie der Verbreitung am ehesten brauchbar erscheint. Technisch perfekt gelöst ist jedoch auch dieser Messenger nicht. Wer sich das ganze Bild machen will, kann sich bei digitalcourage über alle Messenger informieren, die mit Blick auf den Datenschutz empfehlenswert sind.

Disclaimer: In dieser Kategorie findet Ihr Tipps zu Datenschutzthemen. Wenn dabei konkrete Dienste, Anwendungen oder Produkte empfohlen werden, geschieht dies immer nur vor dem Stand der Informationen, die zum Erscheinenszeitpunkt vorliegen.

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