Welche Email-Anbieter empfehlenswert sind und warum

sharepic-gruene0.5044680493732695Internet und Mails – das gehört untrennbar zusammen. Die Forscher*innen vom Statistischen Bundesamt haben ermittelt, dass im Jahr 2015 – und zwar ohne Spam – in Deutschland 537 Milliarden Mails versendet wurden. Darunter sind wahrscheinlich Rechnungen, Hinweise auf Katzenvideos, Liebesbriefe und politische Papiere, kurz: alles, worüber sich zu kommunizieren lohnt.

Wenn wir nun aber per Mail über alles kommunizieren, was unser Leben ausmacht, ist dies natürlich auch ein unglaublich großer Datenschatz, den die Anbieter gerne heben wollen. So werden z.B. bei Gmail Eure Postfächer ausgelesen, um auf der Basis dieser Informationen personalisierte Werbung zu platzieren – das betrifft übrigens auch die Mails, die von einem Konto bei einem anderen Anbieter auf Euer Gmail-Konto verschickt werden. Auch hinter den anderen größeren Anbietern wie web.de oder gmx stecken Gewinninteressen, d.h. auch hier kann man davon ausgehen, dass der Dienst zwar kostenlos zur Verfügung gestellt wird, man aber am Ende mit umfangreichen Daten bezahlt.

Es macht also Sinn, sich mit Alternativen auseinanderzusetzen. Derzeit aus meiner Sicht der empfehlenswerteste Mailanbieter ist posteo.de. Vielleicht zuerst die Nachteile: Der Dienst ist kostenpflichtig, Ihr zahlt im Monat einen Euro, außerdem sieht der Webmailer eher mittelalterlich aus. Aber: Posteo ist relativ sicher, werbefrei, hat ein umfangreiches Transparenzkonzept und schützt die Daten seiner Nutzer*innen, anstatt Reibach mit ihnen zu machen. Außerdem läuft der Betrieb der Server mit 100% Ökostrom. Klingt fair, oder?

Disclaimer: In dieser Kategorie findet Ihr Tipps zu Datenschutzthemen. Wenn dabei konkrete Dienste, Anwendungen oder Produkte empfohlen werden, geschieht dies immer nur vor dem Stand der Informationen, die zum Erscheinenszeitpunkt vorliegen.

 

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