Zu wenig Unterstützung für den Games-Standort NRW

Ganz Deutschland blickt auf die Gamescom in Köln, die wirtschaftliche Bedeutung der Branche wird allerorten gelobt, die Kanzlerin schaut zum Wahlkampf vorbei – doch die nun CDU-geführte Landesregierung ist nicht zu der klaren Zusage bereit, das hohe Niveau der Games-Förderung beizubehalten. Ich fordere den Ministerpräsidenten auf, den schönen Worten auch Taten folgen zu lassen.

Besonders dramatisch ist das Zögern bei der Nachwuchsgewinnung. Der Umsatz der Branche wächst, NRW muss sich aber gegen andere deutsche und internationale Standorte behaupten. Qualifizierte Fachkräfte sind dafür unbestritten einer der entscheidenden Faktoren. Während unter Rot-Grün neue Studiengänge entstanden sind, spricht die schwarz-gelbe Landesregierung nur von „möglichen Bedarfe[n] nach zusätzlichen Studienplätzen“. Dieser Bedarf besteht eindeutig. NRW kann sich eine solch zweifelnde Haltung der Landesregierung nicht erlauben, wenn es bei der Games-Entwicklung weiter vorne mitspielen will.

Deutsche Unternehmen haben es ohnehin schwer beim Marktzugang. Doch statt Start-ups in der Gamesbranche zu helfen, streicht die Landesregierung die Unterstützung zusammen und vertagt den Breitbandausbau für Gewerbegebiete. Wenn sie bei diesem Vorgehen bleibt, gefährdet sie den Games-Standort NRW.

Hier gibt es die Antwort auf meine Kleine Anfrage zum Games-Standort zum Nachlesen.

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