#gameswoche – In der Förderung neue Wege gehen

Games sind mehr als ein Wirtschaftsfaktor. Games sind Innovationstreiber wie auch Kulturgut. Deshalb wollen wir beste Bedingungen für den Games-Standort NRW schaffen.

In den vergangenen Jahren haben wir es geschafft, die Games-Förderung immer wieder zu erhöhen. Auch in der Förderpraxis der Film- und Medienstiftung haben Games einen wichtigen Stellenwert eingenommen. Entwicklerinnen und Entwickler, insbesondere aus dem Games-, Web- und Mobile-Bereich, sollen damit bessere Möglichkeiten bekommen, ihre Ideen auszuarbeiten. Das zeigt: Games sind in NRW politisch schon längst anerkannt.

Trotz der Erfolge der vergangenen Jahre haben wir im Dialog mit der Games-Wirtschaft – u.a. auch im Rahmen meiner #weltbewegen Tour –Optimierungsbedarf bei der Games-Förderung festgestellt. Wir müssen uns fragen, wie wir die Förderprogramme der NRW.Bank und der Film- und Medienstiftung NRW sowohl auf die kleinen, als auch die großen Spieleentwickler abstimmen und ausrichten können.

Der Austausch mit der Games-Branche zeigt, dass wir bei der Förderung auch über die Entwicklung von Prototypen hinausdenken müssen, denn in dieser verkürzten Blickweise, stecken für Entwickler*innen große Unsicherheiten.

Mehr Planungssicherheit bringt ein Umdenken in der Förderung von Prototypen. Gerade bei kleinen Spieleentwicklern stellt sich nach der Entwicklung von Prototypen die Frage, wie sie für die Rückzahlung des Förderdarlehns aufkommen sollen.

Daher schlagen wir vor, die Fördergelder so lange als Zuschüsse zu behandeln, bis mit dem Prototyp oder dem daraus resultierenden Produkt Gewinne erzielt werden können.

Ein Blick auf die Förderpraxis anderer Länder zeigt, dass neben der Förderung von Konzept- und Prototypentwicklung, die auch die Film- und Medienstiftung NRW anbietet, auch die anschließende Phase der Produktentwicklung berücksichtigt werden wollte.

Ein mögliches Vorbild hierfür sehen wir beim Bayerischen FilmFörderFonds (FFF), wo es drei Fördertöpfe, die den Phasen von Konzept bis Produkt besser entspricht (Konzept = 20.000 €; Prototyp = 80.000 €; Produkt = 500.000€).

So schaffen wir den notwendigen Freiraum für Kreativität in der Games-Branche, fördern Innovation und Kultur und stärken letztlich den Wirtschaftsstandort NRW.

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