Bielefeld hilft den Flüchtlingen aus dem Nordirak

Auf Vorschlag von zahlreichen yezidischen und kurdischen Organisationen und Einzelpersonen hat sich Mitte August die überparteiliche und interkonfessionelle Initiative „Bielefeld hilft Flüchtlingen aus dem Nordirak“ gegründet. Derzeit trifft sich die Initiative wöchentlich. Kontakt über: Klaus Rees oder bielefeldhilft@gmx.de

Am 25. September wurde der folgende Spendenaufruf veröffentlicht, der von zahlreichen Bielefelder Persönlichkeiten, Parteien und Organisationen – auch von mir – unterstützt wird. Die Schirmherrschaft hat der Staatssekretär für Integration der Landesregierung, Thorsten Klute, übernommen

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Liebe Bielefelderinnen und Bielefelder,

seit Wochen erhalten wir erschütternde Informationen über die Verfolgung und Vertreibung von ethnischen und religiösen Minderheiten (insbes. Menschen muslimischen, yezidischen/ezidischen, christlichen oder jüdischen Glaubens) im Irak und in Syrien. Die islamistische Terrororganisation IS begeht grausame Verbrechen an all denjenigen, die sich ihrem archaischen Verständnis des Islam nicht unterwerfen wollen.

Tausende Menschen sind bereits umgekommen, ermordet durch die Terrormilizen oder gestorben auf der Flucht. Hunderttausende Menschen mussten ihre Dörfer oder Städte verlassen und fliehen. Sie leben in teilweise menschenunwürdigen Zuständen in den Gebirgsregionen des Nordirak. Es fehlt an fast allem: Nahrungsmittel, Medikamente, Babynahrung, Kleidung, Decken oder Zelte werden gebraucht. Aber auch medizinische Hilfe ist dringend notwendig.

Viele Bielefelderinnen und Bielefelder, darunter zahlreiche Menschen, die Verwandte und Freunde unter den Geflüchteten haben, möchten helfen. Deshalb hat sich ein überparteiliche und interkonfessionelle Initiative „Bielefeld hilft Flüchtlingen aus dem Nordirak“ gegründet, die diesen Spendenaufruf an Sie richtet. Mit den Spenden soll die Arbeit des „Verbands Kurdischer Ärzte in Deutschland e.V.“ unterstützt werden, der in mehreren medizinischen Projekten für Flüchtlinge im Kurdengebiet des Nordirak, Rojava und der Türkei tätig ist.

In dieser Organisation haben sich in Deutschland tätige kurdische Ärzte zusammengeschlossen, die unabhängig von der Angehörigkeit zu einer Partei, Glaubensgemeinschaft oder Dialekt unter einem Dach zusammenarbeiten. Diese haben im Jahr 2011 den gemeinnützigen Verein “Verband kurdischer Ärzte in Deutschland e.V.” gegründet, um medizinische Versorgung der Kurden in ihrer Heimat und in Deutschland zu unterstützen. Der Verein verfolgt ausschließlich humanitäre und keine politischen Ziele. Die Mitglieder respektieren die Glaubenszugehörigkeit, die parteipolitische Meinung und Gruppenzugehörigkeit jedes Einzelnen.

Weitere Informationen über die Arbeit dieser Hilfsorganisation gibt es unter: www.kurdish-doctors.com
Die Spenden werden vorrangig für die medizinische Notversorgung der Flüchtlinge benötigt – z.B. Kauf von Impfstoffen (Polio, Masern) und Anschaffung von Krankenwagen. Außerdem soll nach Möglichkeit der Bau winterfester Quartiere mitfinanziert werden.

Spendenadresse:

Verband Kurdischer Ärzte in Deutschland e.V.
Stichwort: Bielefeld hilft Flüchtlingen aus dem Nordirak
Deutsche Apotheker und Ärztebank
IBAN: De 39 3006 0601 0008 7790 23
BIC: DAAEDEDDXXX

Der Verein ist als gemeinnützig anerkannt, Spenden sind steuerabzugsfähig

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