Bielefelder GRÜNE: Freibad Gadderbaum nicht sofort abreißen!

Das Freibad in Gadderbaum gibt es seit 38 Jahren. In dieser Zeit gab es, obwohl Freibäder allgemein auf eine Lebensdauer von 25 Jahren ausgelegt sind, keine nennenswerten Sanierungsmaßnahmen, geschweige denn eine Generalsanierung, um die Technik auf den Stand des 21. Jahrhunderts zu bringen. Schon in meiner kommunalpolitischen Zeit habe ich mich u.a. im Aufsichtsrat der Bielefelder Bädergesellschaft dafür eingesetzt, das Freibad Gadderbaum zu erhalten, und zwar, so wie es auch in zwei einstimmigen Ratsbeschlüssen zum Ausdruck gekommen ist, „mit dem Ziel der Sanierung“.

Jetzt ist es – nach 1996 und 2006 – wieder Zeit, um das Freibad zu kämpfen. Nach einem massiven Schadensereignis in diesem Winter wird das Bad in der Saison 2013 geschlossen bleiben. Die Geschäftsführung der Bädergesellschaft will den Abriss – und zwar möglichst sofort. Das ist der falsche Weg! Bisher sind weder alle Zahlen auf dem Tisch und die Kosten eines weiteren Erhalts transparent gemacht worden, noch gibt es bisher eine öffentliche Diskussion im Stadtrat und seinen Gremien. Dafür muss aber Zeit sein, und das ganze sollte nach Möglichkeit in einer Sanierung münden.

Also, here we go:
Petition zum Erhalt des Gadderbaumer Freibads
Bericht über die große Freibadrettungsaktion auf dem Jahnplatz

Und hier die aktuelle Pressemitteilung der Bielefelder GRÜNEN:

Der Vorstand der Bielefelder GRÜNEN setzt sich dafür ein, dass der Bäder-Aufsichtsrat bei der anste-henden Sitzung am 20. Februar den von BBF-Geschäftsführung geforderten schnellen Abriss nicht beschließt. Es dürfen zum jetzigen Zeitpunkt keine endgültigen Fakten geschaffen werden.

Es braucht Zeit, um die auf dem Tisch liegenden Alternativen zur Vollsanierung zu prüfen. Ebenso müssen alle ins Gespräch gebrachten Alternativen und Ergänzungen zu einer städtischen Finanzierung überprüft werden, was bis heute nicht geschehen ist. Im Gegenteil, es wird suggeriert, es ginge um 3,8 Mio, die im Haushalt 2013 eingestellt werden müssten.

Alle Daten Fakten und Vorlagen müssen auf den Tisch und einer breiten öffentliche Diskussion zu-gänglich gemacht werden. Am Ende dieser Diskussion muss die Politik im Stadtrat als demokratisch legitimiertem und öffentlichem Gremium die endgültige Entscheidung treffen.

Noch einmal alle Anstrengungen für den Weiterbestand des Bades zu unternehmen, ist trotz der ein-deutig dramatischen Haushaltslage, angesichts des auf breiter Basis getragenen Ratsbeschlusses aus dem Jahr 2010, der den Erhalt des Bads mit dem Ziel der Sanierung bekräftigte und des breit getragenen Engagements im Stadtteil, das Gebot der Stunde.

Bernd Ackehurst, Kreisvorstandssprecher: „Es gibt viele gute Gründe dafür, dieses Bad zu erhalten. Sein inklusiver Ansatz, der nicht ohne weiteres auf die umliegenden Bäder übertragen werden kann, ist ein sehr gewichtiger! Vielen Gästen fehlt darüber hinaus die Mobilität, um auf die anliegenden Bäder auszuweichen. Die zahlreichen Unterschriften und Unterstützungsaktionen zum Erhalt des „Gadderbaumer“ ein weiterer. Man kann nicht von Dialog und Bürgerbeteiligung sprechen, und dann einfach schnell Abrissfakten schaffen.“

Die Bielefelder GRÜNEN, die das Gadderbaumer Freibad seit Jahren aktiv unterstützen, machen die städtische Haushaltslage und den Erhalt des Bades zum Thema ihrer nächsten öffentlichen Mitgliederversammlung am 26.2.2013.

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